logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Umzugstag

So, es ist vollbracht. Ich bin mit meinem Blog umgezogen. Und zwar hier hin: www.meliert.blogspot.com
Warum? Die Werbeeinblendungen haben den einen oder anderen fast um den Verstand gebracht. Das kann ich nicht verantworten. Das Layout des neuen Blogs ist noch nicht so, wie es gern hätte, aber das wird sich noch ändern demnächst. Ich werde diesen Blog hier nicht löschen, denn es hängen zu viele Erinnerungen daran, sowohl in meinen Posts als auch in euren Kommentaren. Es bleibt erhalten.

Ich würde mich freuen, wenn ihr nun mitkommt und mich weiterhin begleitet!

Dann sage ich nun zum Schluss mit rauchiger Amanda Lear-Stimme:
Follow me!

Büro-Talk

Der Kollege L. aus dem Vertrieb pirschte sich heute ein mal wieder heran. Das sah ich doch schon aus den Augenwinkeln.

L.: Mel, ich brauche da mal eine Kostenaufstellung von der letzten Veranst..."
Mel: Für SOWAS habe ich doch jetzt keine Zeit! Mach Dir endlich mal Kopien von Deinem Kram, dann hast Du eine Übersicht...tz!"
L.: Vielleicht kann ja die B. mir...
Mel: Nein, die ist genauso dicht!!!

Ich bin für striktes Alkoholverbot am Arbeitsplatz. Wirklich!

Hol das Stöckchen - "Das Letzte"

Nicht, dass ich noch eine Stöckchen-Sucht bekomme, aber das hier hat mich dann doch ein wenig gereizt. Warum eigentlich? Ganz klar: Sommerloch! Durch Zufall bei der Agentin entdeckt.

1. Letzte Zigarette?
Kommt noch, irgendwann.

2. Letzte Autofahrt?
Von meiner Freundin Jasmin zu mir heute Abend, etwa 500m. Aber es ist ja nicht so, dass ich vorher nicht woanders war und bei ihr nur kurz gehalten habe. Muss als Rechtfertigung für die Spuckentfernung reichen.

3. Letzter Kuss?
Kuss ist ja nicht gleich Kuss. Ich sag einfach mal gestern Abend.

4. Letzter Weinkrampf?
Letzte Woche Donnerstag bei der Beerdigung meiner geliebten Oma.

5. Letztes Buch?
Die Fermate.

6. Letzter Film?
Jenseits von Afrika. Jahaa, es war letzten Samstag ein FRAUENABEND ;)

7. Letztes Schimpfwort?
Dumme Schlampe! Und davon weiche ich keinen Zentimeter ab!

8. Letztes Getränk?
Bitte ein Bit.

9. Letztes Essen?
Ähm...hüstel...heut mittag Burger King-Food, mit den Arbeitskollegen...aber nur, weil wir Rabattmarken hatten! Daher gab es heut Abend auch nichts mehr.

10. Letzter Anruf?
Gerade eben mit meinen Eltern.

11. Letzte Sendung im TV?
Vorhin eine Doku über Graf Berghe von Trips, dem Gentleman-Racer schlechthin.

12. Letzte Dusche?
Ich habe eine Badewanne.

13. Letzte CD?
Mando Diao

14. Letzter gekaufter Gegenstand?
Eine recht kurze Jeans, die ich nur in Verbindung mit ein paar ganz besonderen Stiefeln tragen kann. Ob das eine so gute Investition war?

15. Letztes Mal aufgeregt?
Heute morgen und wie fast immer im Straßenverkehr.

16. Letzte Enttäuschung?
Vorletztes Wochenende, als es bei einer Party zu kalt war.

17. Letzte sexuelle Phatansie?
Unterdrücke ich konsequent. Wo soll das denn bitte hinführen...

18. Letzte Worte?
Ich hoffe, dass ich dafür noch etwas Zeit habe.

19. Letzte merkwürdige Begegnung?
Vor ein paar Tagen mit einem Schmetterling.

20. Letztes Mal amüsiert?
Heute und morgen wieder.

21. Letztes Mal verliebt?
Letztes Jahr.

22. Letztes Mal umarmt?
Gestern Abend.

23. Letztes Mal getanzt?
Kürzlich, gerne auch mal auf Nasen.

24. Letztes Konzert?
The Killers.

25. Letzte Webseite besucht?
germanwings.de auf der Suche nach einem passenden Flug nach Rom für Ende September.

Wie beim letzten mal: Bediene sich, wer mag!

Züchtig

Hut ab vor dieser Selbstdisziplin...auch wenn mir die Unterhoden...ähm, Freudscher Versprecher! Also die Unterhosen Sorge bereiten.

Zum heutigen Tage

Ein Schmetterling fliegt über mir.
Süße Seele, wo fliegst du hin?
Von Blume zu Blume,
von Stern zu Stern!
Der Sonne zu.

Christian Morgenstern (1871-1914)

Hol das Stöckchen - Bettgewohnheiten

Ich habe bislang noch kein Stöckchen aufgelesen, vielleicht fange ich einfach mal damit an und lerne so ein wenig über mich selbst ;)
Dieses hier habe ich vorhin bei der Senderin gefunden:

Lieblings-Schlafklamotte?
Keine. Abhängig von der Jahreszeit und des Umstands, wie ich ins Bett gelange.

Lieblings-Bettwäsche?
Die mit den jeweils schönsten Erinnerungen :)

Lieblings-Schlafposition?
Auf der linken Körperseite, mit meinem Rücken an seine Brust gelehnt.

Hast Du ein “Einschlafritual”?
Erst kurz vor der völligen Übermüdung ins Bett kriechen.

Hast Du ein Kuscheltier, Knuddelkissen o.ä.?
Oh ja. Ein Knuddelkissen (40x80), das ich überall hin mitschleppe. Meine Koffer und Reisetaschen sind daher immer einen Ticken größer, als eigentlich erforderlich.

Was machst Du, wenn Du nicht schlafen kannst?
Mich darüber dermaßen ärgern, dass ich erst recht nicht mehr schlafen kann.

Wie groß ist Dein Bett?
180x200. Ein Himmelbett aus meiner romantischen Phase.

Wie viele Kissen hast Du?
4.

Linke oder rechte Seite?
Rechte Seite, links geht gar nicht.

Wie lässt Du dich wecken?
Jimmi Hendrix greift für mich via Handy in die Saiten.

Stehst Du direkt auf oder bleibst Du liegen?
Ich bleibe noch liegen und geniesse die Bettwärme.

Dein erster Gedanke am Morgen?
Scheiß Wecker!

Was machst Du um wach zu werden?
Ich erinnere mich daran, wie es war, als ich damals fast meine Abi-Prüfung verpennt hatte. Da bin ich ganz fix putzmunter.

Da auch ich niemandem ungefragt ein Stöckchen zuwerfen möchte, bediene sich, wer mag :)

Himmel über Köln

Von blau zu weiss, zu gelb, zu orange, zu grau, zu schwarz. Vom Vogelgezwitscher zum Grollen in der Ferne, zum Donnerschlag um die Ecke, zu verästelten Blitzen über mir, zum Regenprasseln auf dem Dach. Innerhalb recht kurzer Zeit. Fantastisches Schauspiel.















Marry me! Vom (Alp-)Traum sich zu ehelichen

Heute wird das Thema Heirat ganz groß geschrieben. Eine meiner liebsten Freundinnen hat heute Mittag ihrem Traummann das Jawort gegeben. Leider konnte ich diesem schönen Ereignis nicht beiwohnen. Wir holen das nach, Bella. Ich denke an euch!

Zudem lief vorhin eine sehr „stimulierende“ Show auf RTL. Die 10 romantischsten Hochzeiten. Oder auch nicht. Wie man will. Jeder nach seinem Gusto.

Auf 10: Pamela Anderson und Kid Rock
Wer auf den Las Vegas-Style steht, der war mit diesen Bildern zufrieden. Man nehme eine halbnackte, wankende Pam in Bikinihose auf der hinten „just married“ steht und mische einen ebenfalls ordentlich angeschickerten, fettig glänzenden Kid Rock dazu. Abgeschmeckt wird das ganze mit sabbernd feuchten Zungenküssen und öffentlichen Grabbeleien. Fertig ist das Alptraumpaar.

Auf 9: Verona Feldbusch und Franjo Schlagmichtot, ach ja Pooth
Die Sissi-Hochzeit in Wien schlechthin. Wobei die Betonung auf „schlecht“ liegt. Kitsch en masse und eine Selbstbeweihräucherung, dass ich glatt meine Räucherstäbchen wegwerfen möchte. Da wird mir übel. Ich kann´s kaum halten. In einem Interview danach auf die Frage, ob sich Frau Pooth denn keine Sorgen um ihr Makeup machte, als die Tränen kullerten, meinte sie, dass sie selbstverständlich wasserfesten Augenschmuck und kussechten Lippenstift verwendet hatte. Soviel Spaß muss sein!

Auf 8: Sir Elton John und David Furnish
Ich bin ja kein Fan von dem kleinen Mann mit den großen Brillen, aber Hut ab zu diesem Schritt. Immerhin jemand, der konsequent zu seiner Liebe steht und als erster Prominenter vor den gleichgeschlechtlichen Traualtar trat. Natürlich waren die Feierlichkeiten ein gigantisches Ereignis. So gigantisch, dass es dazu auch kaum mehr zu berichten gibt. Die Gästeliste wiederzugeben wäre hier einfach zu füllend. Stellt euch einfach so ziemlich jeden vor, den man aus der Musik- und Modebranche kennt.

Auf 7: Ariella Ahrens und Patrick Graf von Faber-Castell
Aus dem Dschungel in ein Schloß. Steile Karriere. Und ich bin mal wieder zu spät gekommen! ;)

Auf 6: Letizia Ortiz und Prinz Felipe von Spanien
21 Mio EUR soll diese Hochzeit mit der bürgerlichen Fernsehmoderatorin gekostet haben. Da wundert es nicht, dass die Letizia vor dem Altar flüsternd erinnern musste: Beso! Die Braut zu küssen hatte der Prinz nämlich vergessen. Ein Loch in der Staatskasse tut manchem Royal eben weh.

Auf 5: Celine Dion und Rene Angeli (2. Jawort)
Ich überlege noch, was das war, das ich da soeben gesehen habe. Gut, et Celinsche gab ihrem Manager zum 2. Mal das Versprechen, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass da eine Menge Drogen im Spiel waren. Beide wurden auf verschiedenen Sänften in ein orientalisches Zelt geschleppt. Als Deko gab es pompösen Schnickschnack, woran Ali Baba und die 40 Räuber ihre helle Freude gehabt hätten, und um das ganze Spektakel noch authentischer zu gestalten, stand im Hintergrund ein träges Kamel herum. Ich bekomme Angst!

Auf 4: Maxima und Prinz Willem von Holland
Diese Hochzeit war einfach ein Traum. Genau so stellt man es sich vor, wenn man eine romantische Ader hat. Wäre ich Willem, würde ich Maxima haben wollen. Diese Frau hat ein so unbeschreiblich wahres Lächeln, sowohl auf den Lippen als auch in den Augen, das ist einfach umwerfend. Wäre ich Maxima, würde ich zwar nicht unbedingt Willem haben wollen, aber dafür jemanden, mit dem es genau so läuft. Die beiden strahlen seit Jahren um die Wette und sind mittlerweile zu Fünft. Beneidenswert.

Auf 3: Nina Hagen und Iroquois
Grenzwertig, skandalös und absolut. Was anderes will man erwarten. Diese Frau muss sich nicht stets neu erfinden, sie ist Nina Hagen. Da gab es diese Punk-Hochzeit mit dem gerade volljährigen, flachbrüstigen Irokesen auf Ibiza. Es gab mehrere Vermählungen auf der Bühne, auf einem Boot mit dem Gitaristen als Priester, mit...nein, das hier ist ein ordentlicher Blog ;)
Man feierte wochenlang und nach ein paar Monaten hieß es aus die Maus. Naja, Hauptsache, es gab einen Grund zum Feiern.

Auf 2: Diana Spencer und Prinz Charles von England
1981. Ich kann mich noch erinnern, das als Kind gesehen zu haben, mit einer Schulfreundin zusammen. Es war ein Samstagnachmittag und es gab Tee und Kekse und dieses tolle ellenlange Kleid. Allerdings hatte ich mir so keinen Prinzen vorgestellt. Es gab damals dieses Papier-Spiel, mit dem man Gesichter mittels Schiebeleisten gestalten konnte. Ähnlich wie bei Phantombildern konnte man Nasen, Augen, Ohren zusammenstellen und Charles war für mich so ein unglückliches Ergebnis. Ich hasste Camilla und mochte Diana. Im Laufe der Zeit, in der man selbst Erfahrungen sammelt, begann ich zu verstehen. Manche Menschen sind nicht für einander bestimmt, aber eine Liebe, die Jahrzehnte still überdauert, sollte irgendwann atmen können.

Auf 1: Grace Kelly und Fürst Rainer von Monaco
Vor ein paar Jahren stand ich an ihrer Gruft in der Kapelle von Monte Carlo und es schien mir als wenn ein wenig Glamour auf mich abfärbte. Ich sehe Hitchcock auf seinem Regie-Stuhl sitzen und Cary Grant, der mir zuzwinkert. Die Sonne scheint über Nizza und plötzlich kommt eine benachbarte Staatskarawane vorbei und will zusehen. Welchen Namen würde ich wohl tragen, sollte ich fürstlich werden? Ich denke, ich würde unter Berücksichtigung der Folge meiner weiblichen Vorfahren Melania Rosamaria Johanna Elisabetha heissen. Naja, nicht ganz Gracia Patrizia, aber auch nicht schlecht. Jedenfalls hat diese damalige Begegnung das Monaco geprägt, wie wir es heute kennen. Monaco war zuvor ein kleiner nichts sagender Staat ohne Prestige. Der Glanz kam mit einer Frau, wie so oft im Leben. Und endet ebenso oft in einer „Kurve“.

Soviel zu Hochzeiten. Sollte ich irgendwann heiraten, dann stehe ich am Strand, barfuss und mit Blüten im Haar. Was ich dazwischen tragen werde, überlege ich mir noch :)

Das Leben

... ist relativ einfach, denkt man. Man ärgert sich über Kollegen, über Nachbarn, über die Person an der Supermarktkasse. Bis man an einen grenzwertigen Punkt ankommt. Bis sich verblassende Augen an die Deinen heften, bis sich Hände in die Deinen graben, die nicht los lassen wollen. Bis Worte an Dich dringen, die kein anderer versteht, nur Du selbst. Bis es gleichgültig ist, ob es regnet oder ob die Sonne scheint, denn kein Wetter kann etwas verschönen oder verschlimmern.

Du musst Abschied nehmen, ob Du willst oder nicht. Behutsam und ganz leise erinnerst Du Dich all der schönen Erlebnisse, und erzählst sie noch ein letztes mal. Du fährst die Straße hinauf und wieder hinunter, in der Du einst sorglos warst. Den Garten gibt es schon lange nicht mehr und das Haus ist auch nicht renoviert worden. Aber das macht nichts, solange man sich erinnert, ist nichts vergänglich.

Dein Geist ist mächtig und hat mich geprägt. Deine stete Liebe, Wärme und Freundlichkeit werde ich weiter tragen. Nichts ist umsonst, nichts passiert einfach so.

Erkenntnisse

Vorhin zugespielt bekommen, ich bin berührt:

...mit der Zeit lernst du,
dass eine Hand halten nicht dasselbe ist,
wie eine Seele fesseln
und dass Liebe nicht anlehnen bedeutet
und Begleitung nicht Sicherheit.

Du lernst allmählich,
dass Küsse keine Verträge sind
und Geschenke keine Versprechen.

Und du beginnst,
deine Niederlagen erhobenen Hauptes
und offenen Auges hinzunehmen
mit der Würde des Erwachsenen,
nicht maulend wie ein Kind.

Und du lernst,
all deine Straßen auf dem Heute zu bauen,
weil das Morgen ein zu unsicherer Boden ist.

Mit der Zeit erkennst du,
dass sogar Sonnenschein die Haut verbrennt,
wenn man zuviel davon abbekommt.

Also bestell deinen Garten
und schmücke selbst dir deine Seele mit Blumen,
statt darauf zu warten,
dass andere dir Kränze flechten.

Und bedenke,
dass du wirklich standhalten kannst
...und wirklich stark bist.
Und dass du einen eigenen Wert hast.
(Kelly Priest)

Die Sache mit der Schönschrift

Jeder war schon in der Situation: Man sitzt vor einer aufgeschlagenen, noch leeren Glückwunschkarte, das gnadenlose Weiß blendet die Augen. Man zwinkert, überlegt angestrengt, was man nun geist- oder witzreiches niederschreiben könnte. Und: Selbst redend möchte man sich mit der schwungvollsten, nachhaltigsten Handschrift, die die Nation je gesehen hat, präsentieren, wenn nicht sogar verewigen, sofern der Kartenempfänger nostalgischer Natur ist.

Meine weltbeste Azubine fand sich heute in so einer Nerven aufreibenden Situation wieder. Anlässlich der Vermählung eines Kunden wurde sie gebeten die Worte „...herzlichen Glückwunsch“ ins Karteninnere zu schreiben. Ich überließ sie ihrem Schicksal, denn sie ist ganz andere Alleingänge von mir gewohnt. Ich poche stets auf Selbständigkeit und Auseinandersetzung mit einem Thema. Ich versank in meine Arbeit, schaute nach 10 Minuten wieder auf und blickte in ein paar verschreckte Augen. Wie Bambi sah sie mich an und stammelte, sie müsse los, um eine neue Karte zu kaufen.
„Warum das?“ fragte ich.
„Schau selbst...“ und hielt mir die Karte hin.
Es war entsetzlich. Ich wusste nicht was schlimmer war, dieses unproportionale Gekritzel anzuschauen oder Paris Hilton unter Einfluss einer Postknastalen-Läuterung.
„Ähm, jaa...., darf ich ein Foto für meinen Blog davon machen?“ fragte ich höchst amüsiert.
„Bist Du verrückt?“ Völlig entrüstet riss sie ihren handschriftlichen Unfall hinter den Rücken. Schade!!!
Unser GF fand das nicht so abstoßend und hatte wohl einfach unterschrieben, um die Sache vom Tisch zu haben. Leider musste die Arme aber nun noch fast zu der halben Firmenbelegschaft wandern, um Unterschriften einzusammeln. Wie ich hörte, verdeckte sie mit den Fingern ihren Schriftzug mit den Worten „Unterschreib hier mal schnell, ich muss weiter!“ Süß!

Ich bin sicher, dass das „leidenschaftliche Geschenk“ ablenken wird von der Erstklässler-Qualität der Karte. Ganz sicher! Design ist nicht Dein Ding, muss es auch nicht. Du musst Dich eben mit wichtigeren, kernigen Angelegenheiten innerhalb einer Firma auseinandersetzen. Und da zähle ich auf Dich :)

Altglas Deluxe

Man kennt die üblichen Altglas-Container. Schmutzig, angerostet, übersüßter Restalkoholgestank und wenn man mit dem Auto vorfährt, sollte man aufpassen in keine daneben liegenden Scherben zu fahren. In der Beziehung hatte ich gestern nach Feierabend eine Begegnung der dritten Art. Wenige 100 Meter von meiner Arbeitsstätte entfernt halte ich hier erstmalig an, um mich endlich des Beutels mit leeren Weinflaschen, den ich schon seit Tagen herum kutschiere, zu entledigen. In Gedanken, wie ich wohl mein Frühstück am Wochenende gestalten könnte, werfe ich Flasche nach Flasche und nach Farbe ein. Es riecht nach frisch gestrichen und es liefert ein geschmeidiges „Plock“ an mein Ohr. Rührei mit Tomaten und Ziegenkäse? Plock! Bacon? Plock! Stulle mit Schinken? Plock!
Moment! Irgendetwas ist anders als sonst. Wieso macht es „Plock“ und nicht schrill klirrend „Kazong“, wenn Glas zerbirst?

Ich befinde mich gerade in der wohl teuersten Gegend von Köln, in Marienburg, dort ist meine Arbeitsstätte daheim. Hier wünschen sich nicht Fuchs und Hase eine gute Nacht, sondern Promis und Wirtschaftsmagnaten. Eine Villa ist schöner als die andere und wenn man länger als 3 Minuten auf ein Haus starrt, tippt einem ein privater Schutzdienst auf die Schulter und fragt nach, ob man vielleicht beabsichtigt das Anwesen zu plündern.
Ich starre ja nur auf den Altglas-Container, daher habe ich noch etwas Zeit, um mich ausweisen zu müssen. Fakt ist, dass diese Container hier mit hängenden Filzstreifen ab Einwurföffnung ausgestattet sind, die die Flaschen geräuschlos hinunter gleiten lassen. Eine nette Idee grundsätzlich, aber leider habe ich dies noch nirgendwo sonst entdecken können. Da hat der berühmt berüchtigte Kölsche Klüngel, eine nicht zu unterschätzende Macht hier in Köln, wohl auf sein sensibles Gehör gepocht.

Als ich das verinnerlicht hatte, warf ich die übrigen Flaschen seitlich des Filzgleiters mit Schmackes und lautem Gedepper ein. Möge mein Müll mit euch sein! Kazong!!

Ab in die Federn

Da sitze ich hier, lese, surfe und nebenbei läuft - der Berieselung wegen - Shanghai Knights mit Jacky Chan. Gerade lieferte er sich mit Owen Wilson und einem Duzend Saloon-Mädels eine Kissenschlacht. Ganz ehrlich, auf so eine ordentliche Kissenschlacht habe ich auch mal wieder Lust, das muss Ewigkeiten her sein.

In der Zwischenzeit amüsiert mich, dass noch keiner seit einer halben Stunde auf meine Einträge in zweier Online-Assoziationsketten geanwortet hat:

Text-Kette: Vorlage "Gespräche" -> Mel:"Zeitverschwendung"

Bild-Kette: Foto-Vorlage "Affen-Kopf in Pfanne" ->
Mel: Foto "Eierschneider"

Scheint zu überfordern ;)

Anziehungskraft

Woran liegt es nur, dass, sobald ich mich auf eine Wiese lege, ich fortwährend von Getier, überwiegend Insekten belagert werde? Heute Nachmittag breitete ich in gleißendem Sonnenschein einmal wieder mein Strandtuch am Decksteiner Weiher aus und es dauerte nicht lange, bis mich die erste Ameise biss. Oh, viele statteten mir einen Besuch ab, große Ameisen, kleine, rote, braune, schwarze, mit und ohne Flügel. Träge Käfer, neugierige Libellen, blitzschnelle Spinnen, die über meine Beine huschten und eine fette Hummel, die Gedanken verloren gegen mein Ohr rummste.

Ständig fuhr ich mir über die Haut, weil es irgendwo kribbelte. Ständig schnippte ich kleine Grasflöhe von allen möglichen Körperteilen und Buchseiten. Ich sprang im 2-Minutentakt auf, schlug um mich, dreschte fluchend mit dem Flip Flop auf die ungebetenen Gäste ein und verlor dabei einmal fast mein Bikini-Oberteil. Das ist doch nun wirklich nicht schwer, das ist euer Bereich und ab Strandtuch MEINER. Soll ich etwa Schilder aufstellen?

Mit zusammen gekniffenen Augen beobachtete ich verdrießt eine Zeit lang die anderen Leute um mich herum. Niemand machte das, was ich machte. Niemand fuchtelte wild in der Luft herum und betrieb Schattenboxen. Wahrscheinlich habe ich in der Decksteiner Weiher-Community schon längst den Spitznamen „Die sich mit den Ameisen einen Wolf tanzt“.

Ich tanze übrigens auch ganz gerne mal ausgiebig mit Schwänen und der Schafherde, die regelmäßig den Graswuchs im Grüngürtel vollbiologisch zurück drängt und düngt. Und manchmal tun sie das nicht nur mit der Wiese, sondern auch mit meinen Sachen.

Ich mag Tiere, wirklich. Diese Viecher spüren so etwas und suchen meine Nähe, auch auf die Gefahr hin erschlagen zu werden. Wenn das keine Liebe ist... ;)

Catweazle

Für die Copilotin:

Bella, Catweazle ist unter die Transformer gegangen und hängt nun in Köln rum. Bin ihm letzte Nacht zufällig über den Weg gelaufen :D